Zu den wichtigsten heidnischen Festen gehören die Feiern des Jahreskreises. In ihnen spiegelt sich der ewige Kreislauf des Lebens von Geburt, Wachstum, Reife, Alter, Tod und Wiedergeburt wieder. Diese Feste orientieren sich einerseits am Laufe der Sonne, andererseits an den Vegetationszyklen und stehen somit, in erster Linie, in direkter Verbindung mit dem alljährlich wiederkehrenden Ereignis der Jahreszeitenwechsel. Teilweise werdet Ihr diese Feste in verschiedenen Kultur- und Glaubenssystemen unter unterschiedlichen Namen wiederfinden, doch das Grundmotiv ist nahezu immer das Selbe, selbst die christliche Kirche konnte und wollte sich diesem wohl nicht völlig entziehen, weiß denn wohl auch sie um deren Faszination *schmunzel*.

Yule
Imbolc
Ostara
Beltane
Mid Summer
Lammas
Mabon
Samhain
Hochfeste auf der Tannenburg
 

"Einst, vor langer, langer Zeit

An einem schönen Frühlingstag, begann die alte Weide der lauschenden Niriwani die Geschichte der Frühlingskönigin zu erzählen:
"Einst, vor langer, langer Zeit lebte die junge, schöne Frühlingskönigin, die viele wundersame Namen trug, glücklich unter uns. Sie liebte die Menschen und alles Lebende mit der ganzen Wärme ihres Herzens. Und die Menschen liebten und befeiherten sie mit großer Freude.
Aber, als die Königin wieder heiratete und ein neuer König kam, änderte sich alles. Der neue König war im Grunde seines Herzens machtgierig und wollte all die Liebe der Menschen für sich allein.
Deswegen schickte er eines Tages seine Soldaten durch das Land und ließ die Kunde verbreiten, daß nur er allein das Gute vollbringe. Nur er, der König, sei der wahre Wohltäter für das Land. Immer wieder erschienen die Soldaten auf ihren großen, schwarzen Pferden in den Dörfern und Städten und taten unter lautem Trommelwirbel diese Botschaft kund.
Doch nicht alle Menschen glaubten, was ihnen gesagt. Sie verehrten nach wie vor ihre Königin und lebten, wie sie es schon immer getan hatten. Als dem König dies zugetragen wurde, ward er sehr wütend und er ließ alle Feiern zu Ehren der Königin unter strenger Strafe verbieten. Ihre Plätze und Heiligtümer wurden zerstört und überall stellte man Prunkbilder ihm zu Ehren auf. In seinem machtgierigen Herzen plante er sogar den Tod der Königin.
Die Frühlingskönigin, der man alle Macht genommen, sah nun mit großer Trauer, das Wirken ihres Mannes. Und eines Nachts gelang ihr die Flucht, nur begleitet von einer alten Dienerin.
Mit soldatischer Strenge herrschte der König von nun an in seinem Land. Doch über die Liebe der Menschen in ihren Herzen hatte er keine Macht. Im Geheimen trauerten sie um ihre Königin und hofften auf ihre Wiederkehr. Gut geschützt, an stillen Orten, feierten sie noch lange ihr zu Ehren Feste. Immer wieder, für die meisten Menschen jedoch unerkannt, kam die Königin, arm und schweigend, zurück in ihr Land. Dankbar nahm sie die Liebe ihres Volkes an.
Für alle, die das alte Wissen in ihren Herzen tragen, schickt sie noch heute ihre Boten in unser Land." *1)

*1) Diana Monson, Maren Briswalter "Frühlingsreigen - Das andere Osterbuch"
 

zum SeitenanfangJulfest (Wintersonnenwende, Weihnacht) um den 21. Dezember

Die längste Nacht des Jahres, jetzt obsiegt die Dunkelheit über das Licht, jetzt triumphieren die Mächte der Zerstörung und der Finsternis über das Leben. Der kürzeste Tag, doch auch der erste Tag des neuen Jahres, der Tag der Geburt, der Tag der Wiedergeburt der Sonne, nach der dunklen Zeit der vergangenen Monate werden die Tage nun endlich wieder länger. Noch ist es zwar nicht spürbar, doch es geschieht, wieder einmal, wie schon abermillionen Mal, wie schon immer, wird auch dieses Mal der Triumph der Nacht auch zugleich ihren Niedergang bedeuten. Noch ist das Jahr ein kleines Kind, noch ist die Sonne ein kleiner Junge, kaum in der Lage seinen Kopf zu heben und kaum fähig zu lachen, doch ER wird wachsen, wird schon bald sein strahlend helles Lachen wieder über uns ergießen und alles um sich herum zu neuem Leben erwecken. Darum freut Euch, das heilige Kind, ER, unser Gott ist wiedergeboren. ER ist zurückgekehrt, aus dem Jugendland, dem Land in dem die Seelen der Verstorbenen sich auf ihre Wiederkehr vorbereiten, sich verjüngen, aus dem Land des ewigen Lachens. Und dann wird auch SIE unsere Göttin, die allgegenwärtige, alles nährende, Große Mutter, unsere Mutter Erde, sich wieder mit IHM vermählen, wird wieder Reifen mit IHM und Fruchttragen von IHM - es wird wieder Sommer werden, wie seit eh und je. Denn der Tanz des Lebens hat erneut begonnen. Darum freut Euch, ihr Geschöpfe dieser, unserer Erde, das Licht ist uns wiedergeboren. Also mein Rat an Euch ist: feiert einfach Weihnachten, so wie ihr es gewohnt seid! Mit Jahreszeitenkranz (=Adventskranz; nur das die Kerzen entsprechend den Himmelsrichtungsfarben gewählt werden - also für Frühling=Osten=gelbe Kerze, Sommer=Süden=rote Kerze, Herbst=Westen=blaue Kerze, Winter=Norden=grüne Kerze) anfertigen, Weihnachtsbaum schmücken, Backen und Winterspaziergang am 21. Dezember und Familienfeier an den gewöhnlichen Weihnachtsfeiertagen. Und wer das christliche Drumherum nicht mag, der läßt es einfach weg. Eure Angehörigen und Kinder werden es Euch danken und wir sind tolerant genug, nicht immer 'ne Extrawurst braten zu müssen.
(Rezepte zu Jul)
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangImbolc (Lichtmeß) am 2. Februar

Was zu Jul geboren wurde, nimmt nun langsam Gestalt an. Das Sonnenkind ist erstarkt, es ist gewachsen. Nun sind die Tage spürbar länger geworden, das Ende des Winters ist nun nicht mehr fern. Es ist Gewißheit, daß das Versprechen des Wintergeborenen Sonnenkindes erfüllt werden wird. Das neue Leben wird unter dem Eis erwachen und es ist die Zeit der Initiation - die Zeit des Beginns und des Aufbruchs. Es ist die Zeit der Individuation, innerhalb der Grenzen der Spirale unseres Seins werden wir zu der unverwechselbaren Person, die wir sein sollen. Wir geben unserer Hoffnung und Dankbarkeit dafür Ausdruck, vollziehen ein Reinigungsritual und entzünden eine Kerze, als Zeichen der Individualität, Inspiration und Reinigung.
(Rezepte zu Imbolc)
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangOstara (Frühlingstagundnachtgleiche) um den 21. März Gedichte zu Ostara

Jetzt ist ein besonderer Tag im Jahreslauf erreicht. Es ist der Tag der Gleiche, der Tag der Balance, der Tag der Ausgewogenheit und Harmonie, es ist der Beginn des Frühlings. Das Licht, Symbol des Lebens und seiner aufbauenden Kraft, hat die Dunkelheit, als Symbol des Todes und der destruktiven Kräfte, in seiner Kraft und Stärke eingeholt. Beide Mächte stehen gleichbedeutend und in symmetrischer Herrlichkeit in der Welt, regieren mit gleicher Stärke das Universum und doch wissen wir, daß die Zeit des Lichtes, die Zeit seines Triumphes über die finstere Kälte des Eises noch nicht beendet ist. Beide Könige stehen in Gleichheit sich gegenüber, der Eine jung und von ungestüm wachsender Stärke, der Andere alt und erfahren, doch von schwindender Kraft ergriffen, müde die Zügel der Welt haltend und sich im Stillen nach den Tagen der Ruhe sehnend, streiten sie beide um die Macht in der Welt. Wir merken es an der Kraft der Stürme und dem Wechselspiel der Elemente und doch sind beide, der Fürst der Dunkelheit und der Fürst des Lichtes, welcher geboren wurde zu Jul, zwei Seiten der selben Medaille, beide sind Gesichter unseres Gottes, des Herrn der Finsternis und des Herrn des Wachstums. ER ist der gehörnte Gott, der Gott des tanzenden Lebens, Gott des ewigen Kreislaufs von Zerstörung und Aufbau. Denn nur wenn das Bestehende zerfällt, kann daraus Neues entstehen. Doch ER, der junge Prinz der Frühlingssonne, blickt nun in die Welt und reicht IHR die Hand, holt SIE, unsere jungfräuliche Mutter, Kore, hervor aus dem Reich der Finsternis und des Todes und beide beginnen wieder den Reigen des Lebens zu tanzen. Und wohin sie auch kommen, ER umgeben vom lauen Winde des Frühlings und SIE umhüllt von den befruchtenden warmen Wolken des Regens, sprießt hervor die Pracht der wilden Blumen.
Du kannst diesen Tag des Friedens und der Harmonie feiern, indem Du hinaus gehst in die Natur, gehe an einen Bach oder ein anderes fließendes Gewässer, nimm ein Gefäß mit und schöpfe das Wasser im Moment des ersten Morgengrauens. Es ist das flüssige Symbol des Lebens, erfüllt mit den Strahlen der Sonne wurde es, aus dem Eis der Ruhe, das lebendige Naß. Trage es in dein Haus und nutze es zur Reinigung deiner kleinen Welt. Doch achte darauf, daß Du vom Verlassen deiner Behausung bis zu Deiner Wiederkehr kein einziges Wort über Deine Lippen treten läßt, ansonsten ist die Kraft des Wassers verloren. Auch solltest Du schmücken dein Haus, mit den Zeichen des Frühlings, binde Sträuße aus Blumen und Zweigen der Birke, Weide und Hasel um die Fenster, Türen und (so Du hast) Brunnen. In einem solch prachtvoll geschmückten Haus muß nun aber das Leben Einzug halten. Leben ist Lachen und Liebe! Darum lade deine Freunde und deine Familie zu Dir ein und feiere mit ihnen ein Fest. Wenn Du willst, entzünde auch ein Feuer, als Gleichnis zum Feuer der Sonne. Die Asche dieses Feuers hebe auf, sie hat befruchtende und reinigende Wirkung. Möchtest Du Deinen Lieben etwas von der Kraft des erwachenden Lebens schenken, so überreiche ihnen etwas des Wassers oder/und ein von Dir geschmücktes Ei. Auch können die Eier in den Farben der Elemnte (Gelb, Rot, Blau, Grün für Luft, Feuer, Wasser, Erde) bemalht sein und in einem Losverfahren, mit verdeckter Sicht, von allen Anwesenden gezogen werden. Die gezogene Farbe ist das Symbol des Elementes, das im weiteren Jahr bestimmend sein wird, für die jeweilige Person. Es ist nicht schlimm, wenn Du dieses Fest auf den gemeinhin gültigen Osterfesttermin schiebst, er ist nur ein Kompromiss an die Juden und ihr mondphasengerichtetes Passahfest.
(Rezepte zu Ostara)
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangBeltane (Walpurgis-Nacht) Nacht vom 30. April zum 1. Mai Herzlich Willkommen auf Tannenberg!Gedichte zu Beltane

Diese Nacht ist die Nacht der Liebe! Es ist die Zeit gekommen, da zueinander findet, was zueinander gehört. Es ist die Zeit der Vereinigung dessen, was sich aus süßem Verlangen und herrlichem Entzücken bereit ist zu paaren. SIE, die jungfräuliche Herrin des Frühlings, und ER, der junge Herr des warmen Lichtes und des zunehmenden Jahres, die sich an Ostara trafen und ihren Tanz begannen, berühren sich nun in zärtlicher Umarmung und tiefster Leidenschaft in den grünen Auen und Wäldern, in den Wiesen am Grunde der Seen und in den Feldern der Menschen, um sich zu vereinigen und den Tanz des neu entstehenden Lebens zu vollenden. Der Speer des Lebens verwebt sich nun, in dieser Nacht, zum spiraligen Netz des alles durchdringenden Daseins. Und alles und jeder in der Welt wird sich erneuern.
Traditionell ist dies der Tag des Maienfestes, was nix weiter ist, als ein großes gemeinsames Picknick im Grünen, mit Maibaum und Maibaumtanz etc. Dazu werden an einem (meist) extra dazu hergerichteten Maibaum lange verscheidenfarbige Bänder gebunden, jeder Tänzer hält eines in den Händen und jedesmal, wenn sich zwei Tänzer beim Kreistanz um den Baum begegnen, tauschen sie ihre Bänder lachend gegeneinander aus, so daß diese sich, mit der Zeit, zu einem Geflecht vereinen. Das Maifest ist ein sehr lustiges Fest, bei dem an Essen und Trinken nicht zu sparen ist und es geht bis tief in den Abend, teils in die Nacht hinein und kann gipfeln, in dem sogenanten großen Ritus. Das ist ein ganz normales Ritual zu Ehren der Göttin, der Maikönigin, und ihres Gefährten, dem Maienkönig, bei dem symbolisch (oder auch echt), nach Erwählung des Königs (einer der Herren der Runde) durch die Königin (Pristerin oder welche Frau auch immer diese Rolle spielen möchte) und ritueller Umwerbung,  die Vereinigung beider, als Symbol der Befruchtung allen Lebens in der Natur, vollzogen wird. Traditionel werden auch ein oder zwei Feuer in Mitten des Ritualkreises entfacht, diese haben reinigende und heilende Wirkung, die man sich zum Ende des Rituals zu nutze machen kann, indem mensch oder Pärchen darüberspringt, oder zwischen ihnen hindurchschreitet, ehemals wurde auch das Vieh der Bauern zwischen ihnen hindurchgetrieben, um Krankheit und Zauber von ihnen zu nehmen. Auch kann als Symbol des Geschlechtsaktes in der Natur (der großen Ritus also) durch das gemeinsame Durchschreiten oder Durchtanzen eines Maienbogens vollzogen werden. Dazu werden zwei junge Birkenbäumchen (oder ähnliches), deren untere Äste entfernt wurden, mit ihren Spitzen zusammengebunden und so aufgestellt, daß ein Torbogen entsteht, welcher noch zusätzlich mit Bändern und anderem Zierwerk geschmückt werden kann. Auch werden sogenannte Maienstecken für Haus und Garten gefertigt, wozu jeder ein gut Stück der verwobenen Bänder des Baumtanzes benötigt. Diese werden um einen Stock gewunden, ersatzweise kann man diesen aber auch bemahlen oder Ornamente in seine Rinde schnitzen, anschließend werden frisch geschnittene Birkenzweige an seiner Spitze befestigt und die Zweige mit weiteren bunten Bändern verziehrt. Danach wird der Stock in einen vorbereiteten Blumentopf gestellt und mit reichlich Moos und Erde in diesem befestigt. Natürlich kann man den Stecken auch in ein Gartenbeet stecken. Das geschieht, um Kraft und Segen des Mai-Baumes in Haus und Garten eingehen zu lassen, um alles schön wachsen und gedeihen zu lassen. Denn die Bänder symbolisieren den Wunsch einer Verbindung zwischen uns und der Kraft des Baumes mit seinem neu sich in ihm entwickelnden Wachstum.
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangLitha (Mid Summer, Sommersonnenwende) um den 21. Juni Gedichte zu Litha

Die Zeit der Rosen ist gekommen, die Zeit der Freude und der Schmerzen, die Zeit der Blüten und der Dornen, des süßen Duftes und des Blutes. Es ist heut' der längste Tag des Jahres, es ist der Triumph des Lichtes über die Finsternis. Der reife Sonnenkönig umarmt die Sommerkönigin in Liebe ergriffen, die den Tod bedeutet, da sie so vollkommen ist, daß sich alles in ihrem Glanze und in dem Sturm ihrer weltbewegenden Ekstase auflöst. Und so löst ER, der Herr des Lichtes, sich von seinem Selbst und beginnt die Fahrt des Lebens, über die dunklen Meere der Zeit, entgegen der Insel des Lichtes und der Wiedergeburt. Es dreht sich das Rad und wir drehen uns mit ihm, wir haben unserer eigenen Wandlung Saat bereits gesät und um diese wachsen zu sehen, müssen wir das dahinscheiden der Sonne bejahen, wie wir einst auch ihrem Kommen entgegentraten.

(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangLammas (Lugnasad, Schnitterfest) am 1. August Gedichte zu Lammas

Dies ist das Fest des Lug, das Fest des Sonnenkönigs, der mit dem niedergehenden Jahr stirbt. Es ist das Fest des Kornkönigs, der stirbt, wenn das Getreide geschnitten wird. Wir sehen uns stehen zwischen Hoffnung und Furcht, zwischen dankbarer Zuversicht und scheuer Angst. Auf den Feldern, die Früchte sie sind gereift, die Ähren sind voll und schwer, dicht an dicht hängen die Äpfel in den Bäumen und voll sind die Trauben, doch noch sind sie nicht geerntet, noch ist nicht der schweren Arbeit Lohn in unserer Hand - mühevoll war unser Tun, doch noch ist uns Brot und Reichtum nicht sicher. Nun, in diesen Tagen wird die GÖTTIN, die Mutter, zur Unerbittlichen, zur Schnitterin, die sich vom Leben nährt, damit neues Leben in ihr heranwachsen kann. Die Helligkeit des Lichtes nimmt spürbar ab, die Tage werden kürzer und der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Wir sind zusammengekommen um erneut das Rad des Jahres zu drehen, wir wissen, daß wir ernten müssen um erneut säen zu können, wir wissen, das nun das Licht und die Wärme des Sommers der Dunkelheit und Kälte des Winters weichen muß, damit dereinst, in nicht allzu ferner Zukunft, das Wunder des Lebens erneut seinen Anfang nehmen kann.
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

zum SeitenanfangMabon (Erntedank, Herbsttagundnachtgleiche) um den 21. September Herzlich Willkommen auf Tannenberg!Gedichte zu Mabon

Es ist die Zeit des Erntens gekommen, des Einbringens der Früchte unseres Tun und die Zeit des Danksagens und der grenzenlosen Freude, aber auch die Zeit des Abschiedes und der Trauer. Nun sind erneut gleich, der Tag und die Nacht, sind begriffen in vollkommener Balance. Wir besinnen uns auf die Ausgewogenheit und den Lauf unseres eigenen Lebens. Der Sonnenkönig wurde zum Herrn der Schatten und segelt gen Westen dahin, wo die Sonne im Meer der Nacht versinkt, wo sich die Tore zur Anderswelt befinden und das Leben sich seinem Ende entgegen neigt. Wir folgen ihm in die Finsternis. Nun, da die Zeit der Unfruchtbarkeit über uns gekommen ist, ist es aber auch Zeit, Dank zu sagen für die eingebrachte Ernte. Wir sind zusammen gekommen um erneut zu drehen das Rad und um zu weben den Faden des Lebens, der uns sicher geleiten wird durch die Finsternis in das neue Licht.
Rezepte zu Mabon
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")
zum SeitenanfangSamhain (Hallowen, Fest der Frau Holle) Nacht vom 31. Oktober zum 1. NovemberGedichte zu Samhain

Dies ist das Ende des Jahres. An Hallowen ist Neujahr der Hexen und so enden wir am Anfang, so wie es sein soll und das Rad dreht sich weiter.

Dies ist die Nacht, da die Schleier zwischen den Welten fallen, es ist Neujahr. Und im Angesicht des sterbenden alten Jahres, da die Ernten eingebracht sind und die Felder brach liegen liegt das neue vor uns, denn heut Nacht ist der König des vergangenen Jahres über das sonnenlose Meer gesegelt, das der Schoß der Mutter ist; heut Nacht betritt er das Ufer der Insel der Äpfel, das leuchtende Weltenei und wird zur Saat seiner eigenen Wiedergeburt. Die Tore zu Leben und Tod stehen offen, das Sonnenkind wird empfangen und die Toten wandeln unter uns. Uns, den Lebenden, jedoch enthüllt sich das Geheimnis: das jedes Ende nur ein neuer Beginn ist. Wir begegnen uns einander in der Zeit die außerhalb der Zeit ist, im Überall und Nirgendwo, hier und dort, um zu Grüßen den Herrn des Todes, der Herr des Lebens ist um zu grüßen die Dreifache Göttin, die der Kreis der Wiedergeburt ist.
Rezepte zu Samhain
(In Anlehnung an Starhawks "Der Hexenkult...")

Skizze eines möglichen Ritualablaufs:
Vorbreitung:
Abstecken des heiligen Bezirkes mittels vier jeweils im NO, SO, SW und NW steckenden Stäben mit weißen Bändern und dem weiter außenliegenden Himmelsrichtungskreis mit vier Stäben im N,O,S,W mit den entsprechend farbigen Bändern (grün, gelb, rot, blau); aufstellen der Feuerschale/Fackel und des Altars im Innern des heiligen Bezirkes (der die Anderswelt symbolisiert); ein spiralförmiger Weg wird mit Mehl vom äußeren zum inneren Kreis entgegen dem Uhrzeigersinn angelegt; jeder Teilnehmer bekommt eine Fackel/Kerze; jeder Teilnehmer schreibt auf einen Zettel etwas, das er gerne in die andere Welt befördern möchte/von dem er sich im kommenden Jahr gern trennen möchte; jemand muß etwas Milch mitbringen; wir brauchen einen Besen;

Durchführung:
1.) die Gruppe geht nach Sonnenuntergang schweigend zum Ritualplatz (mit brennenden Kerzen/Fackeln) - das symbolisiert die Fahrt des Gottes über die Weite des dunklen Meeres (wenn sie die Wiese/Waldlichtung betritt, wird ihnen bereits das Licht der entzündeten Feuerschale/Fackel den Weg zum Ritualplatz weisen);
2.) die Gruppe nimmt Aufstellung am (äußeren) Himmelsrichtungskreis, jemend (z.B. HohepristerIn) steht im inneren Bezirk;
3.) das Räucherwerk wird entzündet und geht zur Reinigung der Anwesenden herum;
4.) es werden (von wem auch immer) die Himmelsrichtungen angerufen (dabei singt die Gruppe zur Trommel den Elementsong);
5.) (Hohe-)PriesterIn ruft in Richtung SW die Geister der Ahnen und lädt sie zur Gruppe und Feier ein;

(z.B.: Ich rufe die tiefe Straße hinab zu unseren Vorfahren, zu bekannten und unbekannten. Ich bitte um Eure Reise an diesen Ort und lade Euch ein, bei dieser Feier mit uns zu sein. Möge sich das Tor öffnen und mögen wir uns treffen, hier an diesem Scheideweg.)
6.) jemand bringt dem über- und unterirdischen Reichen der Feen ihr Opfer (Milchschale) auf den Altar und lädt auch sie zum Ritual ein;
(z.B.: Zum überirdischen Reich der Feen - Zum unterirdischen Reich der Feen - Zu den Geistern des Landes und dieses Ortes rufe ich. Seid in Frieden mit uns und nehmt diese Gabe als Geschenk.)
7.) der Kreis wird trommelnd geschlossen;
8.) kurze Ansprache von einem zum Thema Samhain;
9.) Anrufung der Göttin und bitte an sie, den Schleier zwischen den Welten zu teilen;
(z.B.: Große Göttin, Urmutter allen Lebens - Königin von Samhain. Dein Mantel ist gehüllt über den Samhain-Himmel! Deinen Atem fühlen wir in der Herbstbrise. Ich, Dein Kind, rufe zu Dir, Mutter, in Frieden und in Ehre und bitte Dich – zerstör' diesen Schleier zwischen unserem Sein und der Anderswelt.)
10.) Der Besen wird im Westen am inneren Kreisrand ausgelegt und bildet das nun offene Tor;
11.) kurze Erklärung, daß das Tor geöffnet ist und wir nun den Schoß der 'Schöpfung' erblicken können;
12.) jeder Anwesende tritt nun mit seiner Kerze nacheinander vor, an den inneren Kreis, bittet um Einlaß und bekommt die drei Fragen gestellt: „Wer bist Du?“ & „Welcher ist dein Weg?“ & „Was ist dein Begehren?“;
13.) nach den Antworten deren Inhalt individuell sei, betritt er über den Besen den inneren Raum (tritt er in die Anderswelt ein);
14.) Worauf er seinen Zettel abgibt und sein Licht auf den Altar stellt und mit Brot und Met begrüßt wird, um hernach am inneren Kreis Aufstellung zu nehmen;
15.) wenn alle innen sind und kein Licht mehr im Außen steht, wird der Gott in der Anderswelt begrüßt und seiner Aufgabe verwiesen;
(z.B.: Du - der König der Könige, Sohn der Sonne, Garant der Fruchtbarkeit des Landes - zur Anderswelt mußt Du nun gehen, um zu umarmen die Göttin des Landes. Pflanze den Keim des neuen Lebens in die fruchtbare Dunkelheit.)
16.) die Trommeln setzen wieder ein und die gesammelten Zettel werden verbrannt und ihre Asche in den Wind gestreut;
17.) hernach kann jeder etwas zum Thema seiner Wahl sprechen, Bitten äußern oder Wünsche an jemand Anwesenden (Ahnen nicht vergessen) richten;
18.) jemand rezitiert/verließt den „Chor der Toten“;
19.) das alte Jahr wird verabschiedet und das Neue wird begrüßt;
20.) der Segen über die Ahnen wird gesprochen;
(z.B.: Segen für die, deren Namen in der Vergangenheit hallen! Segen für die, deren Namen in der Gegenwart klingen! Segen für die, deren Namen in der Zukunft gerufen werden!Mögen die Toten immerdar erinnert, geehrt und geliebt sein.Das Fest - Prophezeiungen - Trommeln - Spiele und Spaß...Laßt sie beginnen!)
21.) der Kreis wird aufgehoben;
22.) jeder verläßt den Kreis auf dem Wege, den er gekommen ist (also die Spirale entlang);
23.) die Feuer werden verlöscht und wir gehen im Dunkel heim, es darf nun gesungen, gelacht und gescherzt werden;

Nachbereitung:
Platz aufräumen und Party daheim (wir halten einen Platz symbolisch für die Ahnen frei und geben ihnen den ersten Schluck und Bissen);


zum SeitenanfangAch wie, Ihr habt keine Lust, allein zu feiern?! Na, da kann ich doch helfen...

Termine für 2002 und Kontaktadressen der Organisatoren

Wenn ihr Lust habt, in Gemeinschaft anderer Menschen der verschiedensten heidnischen Glaubensrichtungen, Herkunft und absolut unverbindlich und von rein privater Natur her, auf einer mittelalterlichen Burg zu feiern, so kann ich Euch, im Namen der Organisatoren, nur herzlichst dazu einladen!
Alles weitere erfahrt ihr, wenn ihr auf's Bild der Burg klickt.

Ach ja, hier gibt's noch ein paar Bilder zu sehen :)
 

Tschüß und bis bald vielleicht, auf Burg Tannenberg

Baba Jaga


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